88.1%
Automatisierungsgrad des Prozesses
100%
Antwortrate für Ausgabe
41%
Reduzierung der Entscheidungszeit

Cimtas Ningbo Steel Processing Co., Ltd. (Cimtas Ningbo), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Cimtas-Gruppe – einem der führenden Industrieunternehmen der Türkei – ist spezialisiert auf komplexe Rohrleitungssysteme und modulare Anlagen für Kraftwerke, Öl- und Gasanlagen sowie Chemieanlagen. Sicherheit hat höchste Priorität, und Produktqualität ist das Markenzeichen des Unternehmens. Cimtas Ningbo ist bekannt für erstklassige Produkte, termingerechte Lieferung und das Engagement für kontinuierliche Verbesserung durch Lean-Manufacturing-Prinzipien.
Doch selbst die besten Prozesse können in veralteten Systemen stecken bleiben. Cimtas hatte sich Lean – der japanischen Philosophie der kontinuierlichen Verbesserung – stark verschrieben, doch die vorhandenen Werkzeuge behinderten das Unternehmen. Die Lösung kam nicht von einem großen IT-Projekt, sondern von einem kleinen Team der Qualitätsabteilung, das beschloss, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Die Herausforderung: Wenn gute Prozesse in alten Systemen gefangen sind
Cimtas ist ein Unternehmen, das sich der Qualität verschrieben hat. Sie leben nach dem Prinzip von Lean, der kontinuierlichen Verbesserung. Für sie bedeutet das, Probleme schnell zu erkennen und zu beheben. Doch ihre bisherige Vorgehensweise bremste sie aus.
Auf dem Papier war der Prozess zwar gut durchdacht, in der Praxis jedoch langsam und umständlich. Obwohl Cimtas auf robuste, branchenübliche Systeme setzte – namentlich Oracle JDE ERP für die Kernprozesse und Microsoft SharePoint für die Zusammenarbeit –, konnten diese Systeme die kontinuierliche Verbesserung in der Produktion nicht ausreichend unterstützen.

Der bisherige Prozess zur Bewältigung dieser Probleme war langsam, undurchsichtig und höchst ineffizient, wodurch drei wesentliche Hindernisse für eine kontinuierliche Verbesserung entstanden:
- Langsame und unklare ProblemberichterstattungWenn es in der Fabrik zu einem Problem kam, gestaltete sich die Informationsweitergabe schwierig. Die zuständigen Personen erhielten die benötigten Informationen nicht sofort. Das ERP-System verschickte zwar eine E-Mail, diese enthielt aber nur Text. Bilder, die in der Fertigung unerlässlich sind, fehlten. Andere Manager und Teammitglieder warteten oft eine Woche oder länger, bis jemand die Daten in einer Tabelle oder Präsentation zusammenfasste. Bis dahin waren die Informationen bereits veraltet.

- Mangelhafte Kommunikation und NachverfolgungDie Problemerkennung ist nur der erste Schritt. Die Behebung erfordert Teamarbeit und klare Kommunikation. Das alte System von Cimtas erschwerte dies jedoch. Um auf ein Problem zu reagieren, musste man sich über einen Desktop-Computer im ERP-System anmelden. Es gab keine einfache Möglichkeit, den Gesprächsverlauf zu verfolgen oder den Fortschritt zu überprüfen. Diese mangelnde Transparenz führte dazu, dass manche Probleme ignoriert oder vergessen wurden und es schwer erkennbar war, wer aktiv an einer Lösung arbeitete und wer nicht.

- Verschwendete Daten und wiederholte FehlerIn der Fertigungsindustrie wiederholt sich die Geschichte oft. Dieselben Probleme können immer wieder auftreten. Cimtas wusste, dass sie über viele wertvolle Daten zu vergangenen Problemen verfügten, doch diese waren in alten Berichten und E-Mails verborgen. Es gab keine einfache Möglichkeit, nach ähnlichen Problemen aus der Vergangenheit zu suchen und deren Lösungen nachzuvollziehen. Das führte dazu, dass die Teams oft das Rad neu erfanden und das Unternehmen nicht aus seinen eigenen Erfahrungen lernte. Es war eine verpasste Chance, Trends zu erkennen und zukünftigen Problemen vorzubeugen.

Cimtas brauchte eine bessere Lösung. Sie benötigten ein schnelles, anschauliches und benutzerfreundliches Tool für alle Mitarbeiter, von der Produktion bis zur Geschäftsleitung. Sie mussten ihr Engagement für kontinuierliche Verbesserung ins digitale Zeitalter übertragen.
Die Lösung: Unternehmensgetriebene Innovation mit einer No-Code-Plattform

Cimtas wollte kein weiteres komplexes, von oben verordnetes IT-Projekt. Sie suchten eine Lösung, die das Business-Team selbst entwickeln und verwalten konnte. Die Antwort kam von Li Shan, dem Leiter der Qualitätsabteilung. Er entdeckte Jodoo, eine No-Code-Plattform, mit der auch Anwender ohne Programmierkenntnisse leistungsstarke Anwendungen erstellen können.
Statt auf die IT-Abteilung zu warten, übernahm Li Shans Team selbst die Entwicklerrolle. Sie kannten die Probleme besser als jeder andere und hatten mit Jodoo die Möglichkeit, genau die Lösung zu entwickeln, die sie brauchten. Sie ersetzten ihr leistungsstarkes Oracle ERP-System nicht, sondern schufen eine Brücke dazu. Innerhalb kürzester Zeit entwickelten sie ein einfaches, intelligentes System, das ihre größten Herausforderungen löste.
Eine klare Echtzeitansicht jedes Problems
Zunächst ging das Team das Problem der langsamen und unklaren Berichterstattung an. Mithilfe von Jodoo schufen sie eine zentrale Plattform für alle Qualitätsprobleme. So funktionierte es:
- Automatische Synchronisierung mit ERPSie haben Jodoo direkt mit ihrem Oracle ERP-System verbunden. Sobald ein neues Problem im ERP-System erfasst wurde, erschienen die Informationen sofort in einer Jodoo-Tabelle. Manuelle Dateneingabe entfiel.

- Bilder hinzufügenSie nutzten ein einfaches Automatisierungstool (UiPath), um automatisch Fotos zu jedem Problem hochzuladen und sie mit dem entsprechenden Eintrag in Jodoo zu verknüpfen. Zum ersten Mal konnte jeder das Problem sehen, anstatt nur darüber zu lesen.

- Live-DashboardsAlle diese Informationen wurden in einem Live-Dashboard von Jodoo angezeigt. Anstatt wochenlang auf einen Bericht zu warten, konnten die Manager nun in Echtzeit einen Überblick über alle Qualitätsprobleme im gesamten Werk erhalten, der täglich aktualisiert wurde. Dank dieser visuellen Darstellung ließen sich Probleme auf einen Blick erkennen.

Schnelles Feedback von überall
Als Nächstes überarbeiteten sie den langsamen und umständlichen Feedbackprozess. Sie wollten es den Teammitgliedern erleichtern, auf Probleme zu reagieren, auch wenn sie nicht an ihrem Arbeitsplatz waren.
Sie nutzten die API von Jodoo und ein E-Mail-Plugin, um einen einfachen, mobilfreundlichen Workflow zu erstellen. Sobald ein Problem jemandem zugewiesen wurde, erhielt dieser eine E-Mail mit einem speziellen Link. Er konnte einfach auf den Link auf seinem Smartphone klicken, seine Aktualisierung eingeben, und die Informationen wurden sofort in Jodoo gespeichert.

Der Status des Problems wurde automatisch im Dashboard aktualisiert und war somit für alle sichtbar. Diese einfache Änderung erleichterte es, den Fortschritt zu verfolgen und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen, und die Antwortrate bei Problemen stieg sprunghaft an.

Alte Daten in neues Wissen verwandeln
Schließlich erschloss das Team den Wert seiner historischen Daten. Mithilfe von Jodoo erstellten sie eine intelligente, durchsuchbare Datenbank mit allen Problemen, mit denen das Unternehmen jemals konfrontiert war.

Wenn nun ein neues Problem auftrat, konnten die Teammitglieder schnell nach ähnlichen Fällen aus der Vergangenheit suchen. Sie konnten die Ursachen, die Lösungswege und die Ergebnisse nachvollziehen. Dies entwickelte sich zu einem wertvollen Schulungsinstrument für neue Mitarbeiter und half allen, bessere und schnellere Entscheidungen zu treffen. Die Daten, die zuvor in alten Dateien verloren gegangen waren, stellten nun ein wertvolles Gut dar, das dem Unternehmen half, aus der Vergangenheit zu lernen und zukünftige Fehler zu vermeiden.

Das gesamte System wurde vom Qualitätssicherungsteam – also von denjenigen, die es täglich nutzten – entwickelt und betrieben. Es war ein Paradebeispiel für geschäftsorientierte IT, ermöglicht durch die Einfachheit und Leistungsfähigkeit einer No-Code-Plattform.


Das Ergebnis: Eine schnellere, intelligentere und besser vernetzte Fabrik
Die Veränderungen bei Cimtas beschränkten sich nicht nur auf neue Software, sondern umfassten auch eine neue Arbeitsweise. Indem das Unternehmen die Möglichkeiten digitaler Tools dem Business-Team zur Verfügung stellte, erzielte es deutliche Verbesserungen in Effizienz, Kommunikation und Problemlösung. Die Ergebnisse sprechen für sich.

Die beeindruckendste Zahl war die Automatisierungsrate von 88,11 TP3T. Das Team reduzierte einen Prozess, der zuvor täglich 42 Minuten manuelle Arbeit erforderte, auf nur noch 5 Minuten. Dadurch wurden der manuelle Arbeitsaufwand und das Risiko menschlicher Fehler drastisch verringert, sodass sich das Qualitätsteam auf wertschöpfendere Analysen konzentrieren konnte.
Die Reaktionszeit bei Problemen war genauso wichtig. Früher konnten Probleme untergehen oder ignoriert werden. Jetzt wurde jedes Problem erfasst und jeder war verantwortlich. Das schuf eine Kultur der Eigenverantwortung und beschleunigte die Problemlösung.
Die größte Veränderung war jedoch etwas, das sich nicht grafisch darstellen lässt: die Mitarbeitermotivation. Ein Teammitglied brachte es so auf den Punkt: “Die neuen digitalen Tools haben uns nicht nur Zeit gespart, sondern uns auch von langweiliger, sich wiederholender Arbeit befreit. Unsere Stimmung hat sich deutlich verbessert.”
Zukunftsaussichten: Eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung, datengestützt
Für Cimtas ist dies erst der Anfang. Der Erfolg des Qualitätsmanagementsystems hat allen im Unternehmen gezeigt, was möglich ist, wenn man den richtigen Leuten die richtigen Werkzeuge an die Hand gibt. Die Erfahrung hat ihnen wertvolle Lektionen gelehrt:

- Schulen Sie Ihre MitarbeiterNeue Tools können beängstigend sein. Cimtas hat gelernt, dass es wichtig ist, in Schulungen zu investieren, damit sich alle mit einer neuen Arbeitsweise wohlfühlen.
- Lassen Sie das Unternehmen die Führung übernehmen.Diejenigen, die die Arbeit ausführen, wissen, wie man sie verbessern kann. Indem man Geschäftsteams ihre eigenen Lösungen entwickeln lässt, erzielt man bessere Ergebnisse schneller.
- Klein anfangen, groß denkenMan braucht keinen perfekten, allumfassenden Plan, um anzufangen. Cimtas empfiehlt, mit einigen wenigen Schlüsselanwendungen zu beginnen, erste Erfolge zu erzielen und dann darauf aufzubauen.
Li und sein Team planen bereits die nächsten Schritte. Sie wollen Jodoo auf weitere Unternehmensbereiche ausweiten und so eine vollständig vernetzte digitale Fabrik schaffen. Ihre Vision ist eine Zukunft, in der Daten aus allen Unternehmensbereichen genutzt werden, um intelligentere Entscheidungen zu treffen, Prozesse zu optimieren und Qualität und Effizienz weiter zu steigern.

Die Geschichte von Cimtas ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie jedes Unternehmen zum digitalen Vorreiter werden kann. Durch die Etablierung einer Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und die Ausstattung ihrer Mitarbeiter mit den richtigen Werkzeugen haben sie eine intelligentere, schnellere und besser vernetzte Fabrik geschaffen. Sie haben gezeigt, dass man weder eine riesige IT-Abteilung noch ein riesiges Budget benötigt, um die digitale Transformation zu erreichen. Alles, was man braucht, ist eine klare Vision, Veränderungsbereitschaft und die richtige Plattform, um seine Ideen in die Tat umzusetzen.
Sind Sie bereit, Ihre Teams zu stärken und eine intelligentere Fabrik aufzubauen?



