80%
Verbesserung der Effizienz von Datenstatistiken
200+
Benutzerdefinierte Apps, erstellt von Bürgerentwicklern
$1,500,000+
Jährliche Kosteneinsparung
In der hart umkämpften globalen Solarbranche herrscht ein unerbittlicher Innovationswettbewerb. Risen Energy, gegründet 1986, ist ein weltweit tätiger Hersteller von Solarprodukten. Mit über 15.000 Mitarbeitern, einem beeindruckenden Umsatz von über 14 Billionen US-Dollar im Jahr 2023 und einer globalen Präsenz von Deutschland über Australien bis nach Amerika, die ein weltweites Netzwerk von über 15.000 Kunden bedient, ist Risen ein führendes Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien. Mit dem Wachstum des Unternehmens benötigte das Team schnellere und besser vernetzte Prozesse, um im hart umkämpften Markt bestehen zu können.

Das Kerngeschäft des Unternehmens umfasst die Forschung und Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Solarmodulen. Seine Aktivitäten erstrecken sich jedoch über die gesamte Wertschöpfungskette der Photovoltaik (PV), von der Fertigung bis zum Betrieb von Solarparks im großen Maßstab. In einer Branche, in der sich Technologie- und Produktzyklen rasant weiterentwickeln, ist operative Agilität ein Wettbewerbsvorteil – insbesondere in den Bereichen Fertigung, Lieferkette und Service.
Risen gehörte zu den Pionieren der Informationstechnologie und implementierte eine Reihe anspruchsvoller Systeme wie ERP (Enterprise Resource Planning) und MES (Manufacturing Execution System), um seine komplexen Abläufe zu steuern. Doch mit dem Wachstum des Unternehmens und den steigenden Marktanforderungen stießen sie auf ein bekanntes Problem: Ihre Technologie bremste sie aus. Ihre Systeme waren nicht miteinander verbunden, ihre Daten isoliert und ihre Prozesse durch manuelle Arbeit und Informationsverzögerungen stark beeinträchtigt.
Dies ist die Geschichte, wie Risen Energy einen unternehmensweiten Wandel vorantrieb, indem es den Geschäftsteams ermöglichte, interne Tools mithilfe eines No-Code-Ansatzes zu entwickeln und zu verbessern. Anstatt einer umfassenden, von oben verordneten IT-Umstrukturierung befähigte das Unternehmen seine eigenen Mitarbeiter – diejenigen, die das Geschäft am besten kannten – zu “Citizen Developern”. Mithilfe einer No-Code-Plattform entwickelten sie eine Reihe individueller Anwendungen, die das Geschäft transformierten, Millionen von Dollar einsparten, Abläufe optimierten und eine neue Kultur datenbasierter Entscheidungsfindung schufen.
Die Herausforderung: Sieben Hürden auf dem Weg zur digitalen Transformation
Das Führungsteam von Risen identifizierte sieben kritische Herausforderungen, die Reibungsverluste verursachten, die Kosten in die Höhe trieben und die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigten.
Das “Informationssilo”-Dilemma
Risens frühe Investitionen in IT hatten eine Sammlung leistungsstarker, aber unverbundener Systeme geschaffen. Verschiedene Abteilungen verwendeten unterschiedliche Kennzahlen und statistische Dimensionen, was zu inkonsistenten Datenberichten führte.

Die Daten waren in “Informationssilos” gefangen, was es extrem schwierig machte, einen einheitlichen Überblick über das Unternehmen zu erhalten. Dies zwang die Führungsebene, wertvolle Zeit mit endlosen Datenprüfungen und internen Reibungsverlusten zu verbringen, was die Geschwindigkeit und Qualität der Entscheidungsfindung erheblich beeinträchtigte. Die Abteilung für Informationsmanagement hatte Schwierigkeiten, die verschiedenen ERP- und MES-Systeme unterschiedlicher Anbieter miteinander zu verknüpfen.
Das Streben nach maximaler Effizienz
Angesichts eines großen Fuhrparks hochwertiger Anlagen wurde die Optimierung der Anlagenauslastung und die Reduzierung von Ausfallzeiten zur obersten Priorität. Doch die bisherigen Managementmethoden verhinderten die Erfassung und Analyse von Anlagendaten in Echtzeit. So konnten sie nicht schnell auf Wartungsbedarf reagieren und verpassten Chancen zur Leistungsoptimierung ihrer wertvollsten Anlagen.

Die hohen Kosten und die langsame Geschwindigkeit traditioneller Software
Als eine neue Lösung benötigt wurde, waren die Optionen düster. Der Kauf einer Standardsoftware war teuer, die individuelle Entwicklung noch kostspieliger. Neben den hohen Kosten waren die Beschaffungs- und Entwicklungszyklen quälend langwierig; es dauerte Monate oder sogar Jahre, bis eine neue Lösung implementiert war.
Das Problem der verzögerten Daten
In der schnelllebigen Solarbranche sind Echtzeitdaten kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Bei Risen waren die Daten jedoch oft veraltet, wenn sie die zuständigen Personen erreichten. Ohne spezielle Untersuchungen war es unmöglich, den aktuellen Status eines bestimmten Prozesses zu ermitteln. Das bedeutete, dass Entscheidungen häufig auf einem veralteten und ungenauen Bild der Realität basierten.
Die Mobilfunk-Disconnection
Obwohl die bestehenden Systeme Genehmigungsprozesse beinhalteten, waren sie für die Desktop-Nutzung konzipiert. Führungskräfte und Manager, die häufig nicht an ihrem Arbeitsplatz waren, konnten nicht ohne Weiteres auf das System zugreifen, um Aufgaben zu genehmigen. Dies führte zu Engpässen und verlangsamte den gesamten Geschäftsablauf.
Eine digitale Adoptionslücke
Viele Teams verließen sich stark auf tabellenkalkulationsbasierte Abläufe, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hatten. Ohne leichtgewichtige Tools und klare Standards war es schwierig, eine konsequente Nutzung und Datenqualität aufrechtzuerhalten.
Die hohen Kosten von Versuch und Irrtum
Die Anpassung der bestehenden ERP-Systeme gestaltete sich schwierig und kostspielig. Die hohen Kosten des Ausprobierens machten es riskant, mit neuen Ideen zu experimentieren oder bestehende Prozesse zu verbessern. Das Unternehmen steckte in einer Art “Analyse-Paralyse” fest und konnte aus Angst vor einem teuren Fehler nicht vorankommen.
Die Lösung: Eine von Bürgern getragene Revolution, ermöglicht durch No-Code
Statt ein weiteres massives, von oben verordnetes IT-Projekt zu starten, wählte Risen einen radikal anderen Ansatz. Sie beschlossen, ihre Mitarbeiter zu befähigen und Fachexperten zu Citizen Developern zu machen. Als Werkzeug wählten sie Jodoo, eine No-Code-Plattform, und starteten eine digitale Revolution von unten, die sich im gesamten Unternehmen ausbreiten sollte.

Die Strategie: Klein anfangen, den Wert beweisen und schnell skalieren.
Dem IT-Team war klar, dass die Einführung eines neuen Tools im Unternehmen auf Widerstand stoßen würde. Deshalb starteten sie ein kleines, strategisches Experiment. Sie gaben Jodoo den Mitarbeitern im Informationszentrum – Angestellten ohne Programmierkenntnisse. Diese begannen damit, einfache Formulare und Workflows zu erstellen, um Informationen aus anderen Abteilungen zu sammeln.

Die Ergebnisse waren sofort sichtbar und unübersehbar. Die Fachabteilungen stellten fest, dass die Arbeitseffizienz der Sachbearbeiter sprunghaft angestiegen war. Berichte, deren Erstellung früher Tage in Anspruch genommen hatte, wurden nun innerhalb weniger Stunden generiert. Der Erfolg dieses kleinen Experiments sorgte für Aufsehen, und schon bald wollten auch andere Abteilungen das neue Tool unbedingt nutzen. Als Nächstes folgten die Personalabteilung und eine Gruppe von Management-Trainees, und die Bewegung verbreitete sich rasant.
Die Kernlösungen: Die größten Probleme zuerst angehen
Mit ihren vielen neu ausgebildeten Citizen Developern ging Risen systematisch ihre größten Herausforderungen an und entwickelte über 200 individuelle Anwendungen. Hier sind einige der wirkungsvollsten Lösungen:
Das intelligente Instandhaltungssystem für Anlagen
Um ihr Problem mit dem Gerätemanagement zu lösen, entwickelte das Team eine geniale und einfache Lösung. Sie brachten an jedem einzelnen Gerät einen individuellen QR-Code an. Wenn eine Maschine ausfällt, kann jeder Mitarbeiter in der Produktionshalle den Code einfach mit seinem Smartphone scannen (über die bereits in der Fertigung eingesetzte mobile Kollaborations-App, die in Jodoo integriert ist) und das Problem sofort melden.
- Echtzeitbenachrichtigungen & “Auftragsabfang”Der Bericht löst eine Echtzeitbenachrichtigung in einer separaten Chatgruppe für das Wartungsteam aus. Der erste verfügbare Techniker kann den Reparaturauftrag annehmen. Erfolgt dies nicht innerhalb von fünf Minuten, wird der Auftrag automatisch einem Techniker zugewiesen. Dieser spielerische Ansatz hat die Reaktionszeiten deutlich verbessert.

- Datengesteuerter EinkaufDas System protokolliert jede einzelne Reparatur und erstellt so eine umfassende Historie für jedes Gerät. Dadurch kann das Unternehmen analysieren, welche Maschinen am zuverlässigsten sind und welche ständig ausfallen. Diese Daten liefern nun wertvolle Anhaltspunkte für zukünftige Kaufentscheidungen.

Das optimierte Kundenbeschwerdesystem
Kundenbeschwerden wurden zuvor mit einer unübersichtlichen Kombination aus Word-Dokumenten und Excel-Tabellen bearbeitet, was zu Informationsverlusten und langen Reaktionszeiten führte. Das Team hat dies durch einen effizienten Jodoo-Workflow ersetzt.

Wenn nun eine Beschwerde eingeht, wird sie im System erfasst und automatisch an die zuständige Abteilung weitergeleitet. Das System verfolgt den gesamten Prozess und versendet Erinnerungen, um sicherzustellen, dass nichts übersehen wird. Nach der Lösung des Problems erhält der Kunde sogar eine Zufriedenheitsumfrage. Das Ergebnis ist ein schnellerer, transparenterer und kundenorientierterer Prozess.

Das einheitliche Rechenzentrum
Um die Informationssilos aufzubrechen, nutzte Risen Jodoo als zentrale Datenerfassungsplattform. Anschließend integrierte das Unternehmen Jodoo in seine Business-Intelligence-Tools und schuf so ein leistungsstarkes, einheitliches Datenzentrum. Dadurch können Daten aus allen Systemen abgerufen, bereinigt, analysiert und in übersichtlichen Dashboards dargestellt werden. Führungskräfte hatten erstmals einen nahezu Echtzeit-Überblick über wichtige operative Kennzahlen teamübergreifend – dank einheitlicher Definitionen und gemeinsam genutzter Dashboards.

Das Ergebnis: Eine digitale Transformation, die sich selbst finanziert hat
Die von den Bürgern selbst initiierte digitale Revolution bei Risen hat das Unternehmen grundlegend verändert. Indem sie ihre Mitarbeiter befähigten, ihre Probleme selbst zu lösen, setzten sie eine Welle der Innovation und Effizienz frei, die alle Bereiche des Unternehmens erfasst hat. Die Zahlen sprechen für sich.
| Leistungskennzahl | Vor Jodoo | Nach Jodoo |
|---|---|---|
| Jährliche Gesamtkosteneinsparungen | N / A | Über 1,5 Millionen jährlich |
| Anwendungsentwicklung | N / A | Über 200 individuelle Apps, erstellt von Bürgerentwicklern |
| Gerätewartung | Manuell, langsam, reaktiv | Echtzeit, automatisiert, proaktiv |
| Effizienz der Lieferkette | N / A | 30%+ Verbesserung |
| Wiederkehrende statistische Arbeiten | Hoch | 50%+ Reduktion |
| Personal für die Geschäftsanalyse | Hoch | 50%-Reduzierung |
| Effizienz der Datenstatistik | Niedrig | 80%-Verbesserung |
| Manuelle Dateneingabe | Hoch | Auf ein Viertel des vorherigen Niveaus reduziert |
Eine Rendite, die alle Erwartungen übertrifft
Die genauen finanziellen Auswirkungen lassen sich zwar schwer beziffern, das Unternehmen schätzt jedoch, dass die neuen Lösungen jährliche Einsparungen von über 1,5 Millionen US-Dollar ermöglichen. Dies ist auf eine Kombination von Faktoren zurückzuführen:
- Reduzierte ArbeitskostenDie Automatisierung manueller Aufgaben hat Tausende von Arbeitsstunden der Mitarbeiter freigesetzt, sodass diese sich auf wertvollere Tätigkeiten konzentrieren können.

- Geringere IT-AusgabenDurch die Entwicklung eigener Anwendungen konnten sie die hohen Kosten für den Kauf und die Anpassung von Standardsoftware vermeiden.

- Verbesserte betriebliche EffizienzDie Echtzeitdaten und die optimierten Arbeitsabläufe haben zu deutlichen Verbesserungen in allen Bereichen geführt, von der Produktionsplanung bis zum Kundenservice.
Eine neue Kultur der Innovation und der Selbstermächtigung
Abgesehen von den reinen Zahlen war der tiefgreifendste Wandel bei Risen der Kulturwandel. Das Unternehmen hat sich von einem hierarchischen Top-Down-Ansatz in der IT hin zu einer partizipativen Innovationsbewegung entwickelt.
Mitarbeiter sind nicht länger passive Nutzer von Technologie, sondern aktive Gestalter. Sie werden befähigt, Probleme zu erkennen, Lösungen zu entwickeln und die Werkzeuge zu erstellen, die sie für ihre Arbeit benötigen. Dies hat ein neues Gefühl der Eigenverantwortung und des Engagements geschaffen und eine Flut von Kreativität und neuen Ideen freigesetzt.
Zukunftsaussichten: Von Daten zu Entscheidungen und darüber hinaus
Risen befindet sich aktuell in der zweiten von drei Phasen seiner digitalen Transformation. Das Unternehmen hat erfolgreich eine solide Grundlage für die Datenerfassung und Prozessautomatisierung geschaffen. Nun geht es in die dritte und spannendste Phase über: die Umwandlung von Daten in einen echten strategischen Vorteil.
“Wir hoffen, Daten künftig produktiv nutzen zu können”, sagt CIO Wu Xuegang. “Wir werden mehr Energie in die Nutzung der aus verschiedenen Systemen gewonnenen Daten investieren, um die tägliche Geschäftsabwicklung und operative Entscheidungsfindung zu steuern.”

Die Vision ist die Schaffung eines intelligenten Unternehmens, in dem Daten nicht nur zur Berichterstattung über Vergangenes, sondern auch zur Vorhersage zukünftiger Ereignisse genutzt werden. Mithilfe fortschrittlicher Analysen und KI sollen Produktionsabläufe und Lieferkettenlogistik optimiert und Führungskräften die nötigen Erkenntnisse für schnellere und fundiertere Entscheidungen geliefert werden.
Die Geschichte von Risen Energy ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was möglich ist, wenn ein Unternehmen den Mut hat, Technologie neu zu denken. Sie erzählt, wie eine einfache, aber wirkungsvolle Idee – dass diejenigen, die am engsten mit der Arbeit verbunden sind, sie am besten verbessern können – eine Revolution auslösen kann. Und diese Geschichte wird noch geschrieben, denn Risen verschiebt weiterhin die Grenzen des Machbaren im Wettlauf um eine bessere, nachhaltigere Zukunft.
Bereit, Ihre eigene digitale Revolution zu entfachen?



