Wie Siemens Jodoo nutzte, um schlanke Innovationen in Produktion und Management voranzutreiben

98%

Individuelle Apps entwickelt

Jährliche Kosteneinsparungen

2,5 Stunden

Tägliche Einsparungen pro Mitarbeiter

Das 1847 gegründete deutsche Unternehmen Siemens ist ein weltweit führender Anbieter von Elektrotechnik und Elektronik und treibt Innovationen in Branchen wie Fertigung, Infrastruktur, Transport und Gesundheitswesen kontinuierlich voran. Mit einem Umsatz von 1,4 Billionen US-Dollar im Jahr 2023 zählte Siemens zu den Fortune Global 500 und unterstrich damit seinen anhaltenden Einfluss und seine herausragende Leistungsfähigkeit.

Siemens-Bild

Die Herausforderungen

Vor der Adoption Jodoo, Siemens hatte zentrale Geschäftssysteme wie SAP, MES, LES und HR implementiert. Trotz dieser Systeme blieben viele operative Szenarien – von Produktionsprozessen bis hin zum Mitarbeiter- und Anlagenmanagement – ungelöst. Die Anpassung der Kernsysteme an diese Bedürfnisse wäre sowohl kostspielig als auch zeitaufwändig gewesen.

Die Lösung

Aufgrund der geringen technischen Hürden bei der No-Code-Entwicklung und der schnellen, intuitiven Handhabung entschied die IT-Abteilung nach einer Testphase, die Geschäftsbereiche in Jodoo zu schulen und ihnen die Berechtigung zur Anwendungsentwicklung zu erteilen. Innerhalb von über einem Jahr entwickelte Siemens eigenständig 45 Anwendungen, die Produktionsmanagement, Qualitätsmanagement, Anlagenmanagement, Personalmanagement und acht weitere Module abdecken.

Eine solide Grundlage schaffen mit einem Mitarbeitermanagementsystem

Die erste mit Jodoo entwickelte Anwendung war ein Mitarbeiterverwaltungssystem, das speziell auf die Bedürfnisse von Siemens zugeschnitten war. Hochspannungsschalterprodukte erfordern individuelle Anpassungen und eine präzise Montage durch die Werkstattmitarbeiter, wodurch die Lohnkosten einen entscheidenden Teil der Produktionskosten ausmachen. Das bestehende Personalverwaltungssystem erfüllte diese Anforderungen nicht, weshalb die Produktionsabteilung eigenständig eine neue Lösung mit Jodoo entwickelte.

Mitarbeitermanagement

Das Sicherheitsbeleuchtungssystem verbessert das Qualitätsmanagementmodul

Mithilfe von Jodoo entwickelte die Produktionsabteilung von Siemens ein Sicherheitsbeleuchtungssystem, ein FPY-Ausnahmebehandlungssystem und ein A3-Berichtssystem zur Optimierung ihrer Qualitätsmanagementprozesse. Jeder Arbeitsplatz im Werk ist mit einem Terminal ausgestattet, an dem die Mitarbeiter per Karte die Sicherheitsbeleuchtung aktivieren können. Vorarbeiter und Techniker werden per Mobilbenachrichtigung informiert, um Probleme in Echtzeit zu beheben. Nach der Lösung können die Aufgaben entweder abgeschlossen oder zur weiteren Bearbeitung an Ingenieure weitergeleitet werden.

Sicherheitsbeleuchtungssystem

Optimierung von 6S- und 3I-Systemen zur Schaffung eines geschlossenen Verbesserungsprozesses

Lean Management ist ein wichtiger Bestandteil von Siemens und wird durch die Systeme 6S und 3I umgesetzt. Monatlich findet ein 6S-Audit statt, bei dem die Vorgesetzten die festgestellten Probleme im Jodoo-System bewerten und dokumentieren. Nach der Identifizierung von Problemen kann der Vorgesetzte direkt Korrekturmaßnahmen einleiten, um einen geschlossenen Regelkreis zu gewährleisten.

Das 3I-Management ermutigt Mitarbeiter, sinnvolle Verbesserungsvorschläge einzubringen und deren Umsetzung sicherzustellen. Aufbauend auf dem bestehenden System nutzt Siemens Jodoo, um den 3I-Prozess zu optimieren. Dabei werden Mitarbeitervorschläge zunächst an den Produktionsleiter weitergeleitet, der den Unterstützungsbedarf prüft und Aufgaben zuweist – ein geschlossener Regelkreis entsteht.

Mit der Entwicklung von Jodoo steigerte Siemens die Effizienz des Lean Managements, optimierte die 6S- und 3I-Systeme und stellte sicher, dass der Managementprozess reaktionsschnell und geschlossen war.

Sicherheitscheckliste

Projektmanagementsystem für die ETO-Produktion

Um sein ETO-Produktionsmodell (Engineering-to-Order) mit seinen kleinen Losgrößen und vielfältigen Produktvarianten zu steuern, entwickelte Siemens ein Projektmanagementsystem mit Jodoo. Zuvor waren die Projektmanager auf Excel-Tabellen und manuelle Kommunikationsmethoden wie Telefonate und E-Mails angewiesen, was zu Ineffizienzen beim Informationsaustausch führte. Das neue System vergibt eindeutige Projektnummern, verfolgt Liefertermine und Kundenanforderungen und gewährleistet einen reibungslosen Informationsfluss zwischen den Abteilungen.

Mithilfe des Projektmanagement-Kanban kann der Projektmanager den Projektfortschritt und die Lieferung in Echtzeit verfolgen, das Risiko von Verzögerungen vermeiden und wichtige Informationen wie Zeichnungen erfassen, um einen nachvollziehbaren Projektmanagementprozess zu schaffen.

Projektmanagement-Gantt

Jodoo Jodoo ist ein effizientes Lean-Management-Tool, das Innovationen fördert und die Systemstruktur im Unternehmen festigt. Dank der einfachen und schnellen Iterationsmöglichkeiten ohne Programmierung können Abteilungsleiter, die mit dem Geschäft bestens vertraut sind, ein System entwickeln, das den tatsächlichen Bedürfnissen entspricht. Mit Jodoo kann Siemens schnell und effizient Abläufe digitalisieren, die abteilungsübergreifende Kommunikation, automatische Erinnerungen und visuelles Zielmanagement erfordern, und Module wie den “Mensch-Maschine-Materialkreislauf” in der Fabrik vernetzen, um eine Dateninteraktion zu realisieren.

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